Endlich buddeln, wie es sich für ein echtes Langohr gehört!

Unser "Opa Peterle" hat schon einiges hinter sich. Durch die Haltung in einer zu kleinen Unterkunft sind seine Beine leicht verkrüppelt, sodass sein Hoppeln und Springen eher unbeholfen aussieht im Gegensatz zu seinen elegant hopsenden Artgenossen. Eine unbehandelte Augenentzündung und ein - vermutlich fehlernährungsbedingter - Grauer Star schränken den alten Mann zusätzlich ein.

 

Noch machen ihm die anderen Kaninchen der Gruppe Angst, da er jahrelang alleine lebte und sich vermutlich nur noch schwach an die Zeit erinnern kann, als er noch einen Gefährten hatte, aber es wird von Tag zu Tag besser.

 

Und trotz seiner zahlreichen Zipperlein scheint er inzwischen regelrecht aufzublühen und es ist schön zu sehen, dass er beginnt seinen Lebensabend zu genießen.

 

Buddeln, Karotten futtern, am Gras knabbern und mit Artgenossen kuscheln - all das kann unser Opa nun wieder und wir hoffen, dass das noch lange so bleibt!

 

September 2014 - nach mehrern heftigen Arthroseschüben und schließlich einem kompletten Ausfall der Hinterhand, mussten wir mit unserem Opa leider den letzten Weg gehen. Wir hoffen, dass er in der Zeit bei Isabelle aufholen konnte, was ihm vorher gefehlt hat und dass er die Menschheit nicht in ganz schlechter Erinnerung behalten wird!

 

Mach's gut Opa Peterle und hoppel nun frei und ohne Schmerzen hinter dem Regenbogen! Wir werden dich nicht vergessen!

 

Ich gehe langsam aus der Welt heraus
in eine Landschaft jenseits aller Ferne
und was ich war und bin
und immer bleiben werde
geht mit mir ohne Ungeduld und Eile
in ein bisher noch nicht betret´nes Land.

(Hans Sahl)