KANINCHEN RICHTIG IMPFEN

 

Grundsätzlich ist das Frühjahr die "Impfsaison" bei Kaninchen. Spätestens wenn die ersten Stechmücken auftauchen, sollte Ihr Kaninchen einen ausreichenden Impfschutz haben, denn diese spielen bei der Übertragung der beiden häufigsten Viruserkrankungen eine wichtige Rolle. Auch wenn Ihr Kaninchen nur in der Wohnung gehalten wird, sollte es geimpft werden!

 

Man impft gegen:

1) Myxomatose

Die Myxomatose wird nur in Einzelfällen direkt von Tier zu Tier übertragen, sondern in den meisten Fällen durch Mücken von Wild- zu Hauskaninchen. Daher sind auch Tiere in reiner Wohnungshaltung gefährdet.

Die Krankheit beginnt mit Entzündungen der Augenlider, Rötung, Schwellung und Tränenfluss. Später kommt Eiterung dazu und die Lider schwellen bis zur Blindheit an. Es kommen weitere Schwellungen an Maul, Nase, Gliedmaßenenden und Geschlechtsorganen hinzu. Erst in der Endphase verweigern die Tiere Wasser und Nahrung, werden apathisch und sterben dann fast immer. Es können bis zu 100 % der Tiere eines Bestandes verenden, denn als Viruserkrankung ist die Myxomatose nicht ursächlich bekämpfbar. Kaninchen, die eine Myxomatoseinfektion überstanden haben, bleiben lebenslang durch die Folgen gekennzeichnet.

Die Impfung erfolgt frühestens im Alter von etwa 10 Wochen. Myxomatose muss dank eines neuen Impfstoffes nur noch jährlich geimpft werden.

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2) RHD (Hämorrhagische Krankheit)

Die RHD wird durch ein Virus verursacht, das sowohl über Tröpfcheninfektion als auch über Insekten übertragen wird.

Als typisches Bild zeigen sich plötzliche Todesfälle ohne vorherige Krankheitsanzeichen: Abends beim Füttern waren noch alle Tiere fit, morgens liegen sie blutüberströmt und tot im Stall. Auch hier können bis zu 100 % der Tiere sterben und eine Behandlung ist nicht möglich.

Den einzigen Schutz bietet die Impfung: geimpft werden kann auch hier frühestens im Alter von 10 Wochen. RHD wird in jährlichen Abständen geimpft.

 

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