PAMINA und TAMINO...

 

...ihre Geschichte ist ein tragisches Beispiel warum man keine Tiere in einer Zoohandlung kaufen sollte.

 

Zoohandlungen beziehen ihre Tiere grundsätzlich von Vermehrern, Leuten, die ungewollten Nachwuchs hatten oder "produzieren" im Hinterzimmer selber Nachwuchs. Bei allem jedoch zählt aber nur die Menge der verkauften Tiere - sonst nichts. Weder die Gesundheit oder das Alter der Elterntiere spielen eine Rolle, noch befasst man sich mit Genetik (z.B. Lethal White Gene) und anderen Problematiken, die bei der Verpaarung auftreten können.

 

Die Jungtiere werden viel zu früh von den Müttern getrennt, oftmals nicht rechtzeitig nach Geschlechtern aufgeteilt und somit von den eigenen Geschwistern gedeckt. Das führt nicht nur zu Schwangerschaften bei Tieren, die selbst eigentlich noch Babys sind und zu Totgeburten, Verkrüppelungen oder Anderem, das führt vorallem dazu dass diese Tiere kaum sozialisiert sind. Spätere Vergesellschaftungen werden teilweise fast unmöglich - obwohl es sich um Tierarten handelt, die naturgemäß in Gruppen leben!

 

Pamina und Tamino waren Anfang November angeblich 10 Wochen alt, d.h. sie hätten gewichtsmäßig schon lange bei um die 400g liegen müssen. Sie hätten selbstständig fressen können müssen und sie hätten gesund sein sollen...

 

PAMINA - starker Durchfall, abgemagert bis auf die Knochen (170g am 13.11.12) und kaum in der Lage aufrecht zu sitzen
TAMINO - Penisvorfall, tränende Augen und nur Haut und Knochen (200g am 13.11.12)

Die beiden Winzlinge kämpften aber wochenlang ums Überleben. Sie hatten eine starke Infektion mit hohem Fieber und mussten über 14 Tage alle zwei Stunden gefüttert werden (auch nachts!), da sie kaum Nahrung selbst aufnahmen - zum Einen weil sie zu schwach waren, zum Anderen weil sie es nicht zu kennen schienen, ein deutliches Indiz dafür, dass sie viel zu früh von der Mutter weggenommen wurden und mit Sicherheit gerade mal knapp 4 Wochen alt waren, als sie bei uns landeten- und ganz sicher nicht 10.

 

Ein weitere Beweis für die viel zu frühe Trennung von der Mutter sind die Knochen der Kleinen, sie waren kaum auskalzifiziert, d.h. man sah auf dem Röntgenbild nur Schatten und konnte die Struktur nur erahnen. Pamina hatte sogar ein gebrochenes Hinterbein, vermutlich nicht mal durch einen Unfall, sondern einfach weil die Knochensubstanz zu weich war. Inzwischen haben die beiden sich vollständig erholt und haben nun begonnen all das nachzuholen, was ihnen die ersten Wochen gefehlt hat: Sozialkontakt, gesunde Ernährung und verantwortungsvolle Pflege!

 

Bei Pamina wird immer ein watscheliger Gang und eine leichte Verformung der Hinterbeine (aufgrund des Bruches) zurückbleiben, sie hat somit ein erhöhtes Arthroserisiko und braucht später vermutlich mal besonders viel Aufmerksamkeit. Deshalb darf Pamina bei Alexandra bleiben (für sie kann eine Patenschaft übernommen werden) und Bruder Tamino hat eine sorgenschweinerfahrene Besitzerin und eine eigne Meerifrau gefunden! In diesem Fall also Gott sei Dank ein Happy End! 

 

 

FELIX...

 

...auch seine Geschichte zeigt, dass Tiere in Zooläden wie Ware behandelt werden. Wie Sachen ohne großen Wert. Lebewesen dritter oder gar vierter Klasse.

 

Der kleine Kaninchenmann musste vermutlich wochenlang mit einem anderen Kaninchen in einer viel zu kleinen Unterkunft ausharren bis das Mitleid einer Frau ihn zu uns brachte. Vermutlich hat ihm dieser Mitleidskauf, der leider nur unterstützt, was wir eigentlich ablehnen, das Leben gerettet. Das andere Kaninchen hat ihm seine Ohren bis auf einen kleinen Rest auf beiden Seiten komplett angenagt. Die Ränder waren ausgefranzt und stark entzündet - medizinisch versorgt worden ist er im Zooladen jedoch nicht...

 

Nach einer entsprechenden Behandlung mit Antibiotikum und einer fast zwei wöchigen Aufpäppelphase, er war auch noch durch einen Infekt geschwächt, konnte Felix dann kastriert werden. Im Zuge dieser Operation wurden dann auch gleich noch seine Ohren versorgt. D.h. das abgestorbene, von der Entzündung geschädigte Gewebe wurde entfernt und er wird somit hoffentlich nie wieder Probleme bekommen und einfach ein ganz spezielles Aussehen haben mit seinen zwei "Ohrstummeln".

 

An seinem Beispiel sieht man, dass nicht nur die planlose, unkundige Vermehrung ein immenses Problem ist in den Zooläden, sondern auch die falsche Unterbringung. Zu kleine Käfige, zuviele Tiere aufeinander und komplett wahrlose Kombinationen von Alter, Geschlecht und Größe führen nicht selten zu massiven Verletzungen, wenn nicht gar zum Tod vereinzelter Tiere!

 

Felix war und ist sehr menschenscheu, teilweise regelrecht aggressiv, weil er einfach panische Angst hat und auch andere Kaninchen sind etwas, was ihm verständlicherweise nicht mehr so ganz geheuer ist. Aus einem kleinen, neugierigen Kaninchen hat man aus reiner Profitgier so binnen kurzer Zeit ein fehlsozialisiertes Sorgenkind gemacht und einen weiteren Beweis dafür geschaffen, dass es den Händlern um nichts anderes geht, als ums Geld...

 

Aber unser kleiner Felix macht nun seinem Namen alle Ehre und ist zu einem "Glücklichen" geworden. Er hat ein kaninchenerfahrenes Zuhause gefunden, wo er genommen wird, wie er ist und wo man ihm langsam zeigen wird, wie schön so ein Kaninchenleben eigentlich sein kann. Auch in diesem Fall also Gott sei Dank ein Happy End! 

 

Hier erkennt man gut die vollkommen verstümmelten Ohren und kann sich gut vorstellen, welche Schmerzen Felix aushalten musste.

 

 

BITTE nehmen Sie sich diese Beispiele zu Herzen, die stellvertretend stehen für soviele Tiere, die unter schrecklichen Bedingungen geboren werden, für wenig Geld verkauft und dann in einer Kinderzimmerecke vergessen werden und BITTE unterstützen Sie soetwas nicht!

 

Es gibt genug Tiere (vorallem Nager und Kaninchen) in den Tierheimen, bei Nothilfen und bei privaten Notstationen - es ist unnötig diese Vermehrung um des Geldes Willen zu subventionieren!

 

TIERE sind KEINE Ware, sie sind Lebewesen mit Gefühlen, Bedürfnissen und Rechten!

 

Mehr zum Thema "Gegen Zooläden" gibt es hier.