Die Population verwilderter Katzen auf Bauernhöfen ist ein enormes Problem in unserem sonst so idyllischen und friedlichen Kinzigtal. Wahllose Vermehrung kranker Katzen und das seit Jahrzehnten hat die sehr gefährlichen Krankheiten FIV (Felines Immundefizienz-Virus) und FeLV (Felines Leukosevirus) selbst in abgelegene Täler verbreitet, wo sie nicht nur die heimatlosen, verwilderten Katzen bedroht, sondern auch alle anderen Freigängerkatzen (auch die aus Privathaushalten) der Region.

 

Zur Übertragung reicht in beiden Fällen ein Biss eines infizierten Tieres oder anderer Blut- bzw. Blut-Speichelkontakt. Beide Krankheiten verlaufen tödlich, sind hoch ansteckend und bedeuten für die betroffenen Katzen ein qualvolles Ende. Um die Ausbreitung der Krankheiten zu verhindern und vor allem um die Population der verwilderten Katzen endlich in den Griff zu bekommen, sind Kastrationen das erste Mittel der Wahl.

 

Außerdem erspart die Kastration vielen überzähligen und unerwünschten Katzenkindern den qualvollen Tod durch unsachgemäße Tötung! Leider gibt es auch heute noch genug Bauern, die mit mittelalterlichen Methoden versuchen die Katzenpopulation zu verringern - Jungtiere werden in Regentonnen ertränkt, mit der Mistgabel erschlagen oder anderweitig auf brutale Weise ermordet. Dabei würde eine Kastration der Hofkatzen solche Maßnahmen augenblicklich überflüssig machen!

 

Hier ein kurzer Überblick über unsere Aktionen 2014 zum Thema Katzenkastrationen, der aktuellste Fall befindet sich immer ganz oben:

 

Fall 5 - und nochmal HOFSTETTEN

 

August 2014

 

Dank einer großangelegten Sammelaktion in der Nachbarschaft und der Unterstützung der Praxis Dr. Schäffner, sowie von unserer Seite konnten auf einem Hof in Hofstetten 4 Kater und 5 Kätzinnen kastriert, entwurmt, entfloht und tätowiert werden.

 

Diese Aktion im August zeigt mal wieder, wie schnell aus zwei Katzen neun Katzen werden und wie einfach es dann doch ist, das Problem in den Griff zu bekommen, wenn auch die Nachbarschaft nicht wegschaut, sondern sich engagiert und mithilft weiteres Katzenelend zu verhindern!

Nicht nur ausreichend Futter und eine gewisse Grundversorgung gehören zur verantwortungsvollen Katzenhaltung! Auch die Kastration, das Entwurmen,das Entflohen und das Kennzeichnen durch Chip und/oder Tätowierung sollten dazugehören.

Fall 4 - nochmal HOFSTETTEN

 

März 2014 / April 2014

 

Anders, als bei Gino und seinen Kumpels, die eher halbwild, als wild leben, handelt es sich bei den Katzen aus diesem Fall um verwilderte Katzen. Sie gehören zwar auch irgendwie zu einem oder mehreren Höfen, aber so richtig zuständig fühlt sich niemand. Nach und nach werden die Katzen jetzt von uns eingefangen und kastriert um die wahllose Vermehrung endlich in den Griff zu bekommen und den Bestand heimatloser Katzen nicht noch unnötig zu vergrößern.

 

Stand 13.03.2014

 

Diese zwei Kätzinnen (siehe Bilder unten) sind bereits kastriert. Wieviele Kätzinnen und Kater ihnen noch folgen, steht noch nicht fest. Die genaue Größe der Katzenpopulation ist leider nicht bekannt, außerdem ist nicht sicher, dass wir wirklich alle eingefangen bekommen. Aber wir geben unser Bestes und hoffen, dass wir mit dieser Aktion in Hofstetten ein Zeichen setzen können!

 

Stand Ende April 2014

 

Auch diese Aktion ist nun beendet und alle Katzen und Kater sind kastriert. D.h. wir haben auch hier in diesem Jahr mindestens 3-6 Würfe ungewollter Katzenbabys verhindert und den adulten Tieren unnötiges Leid erspart.

Rosti noch ein bisschen müde von der Narkose, aber bereit für einen Start in ein neues Leben.

Fall 3 - WELSCHENSTEINACH

 

Februar 2014

 

Happy End für die Katzenschwestern Rosti und Cherry. Sie wurden beide kastriert und können nun ohne kräftezehrende Trächtigkeiten ihr Leben als Hofkatzen genießen. Alleine durch diese beiden Kastrationen wurden ca. 4 ungewollte Katzenwürfe in einem Jahr verhindert. Bei einer Wurfgröße von 3-6 Welpen, sind das mehr als 12 Babykatzen pro Jahr, die nun nicht mehr brutal ermordet werden müssen bzw. elendig verhungern oder sterben, weil sich keiner richtig um sie kümmert.

Kater Gino nach überstandener Kastration.

Fall 2 - HOFSTETTEN

 

Februar 2014



Kater Gino aus Hofstetten und zwei seiner drei wilden Kumpels sind nun auch über uns kastriert worden. Sie haben kein richtiges Zuhause, werden aber regelmäßig von einer Privatperson versorgt. Dank der Kastration können die drei von vier Katern nun friedlich zusammen leben und müssen sich nicht mehr bekämpfen.

Auch Benni hat es geschafft und ist nun kastriert.
An Mickys Backe hatte sich schon an einer alten Bisswunde ein Abszess gebildet.

Für Kater Micky kam die Aktion leider zu spät. Er hatte massive Bissverletzungen, die sich schon entzündet hatten und er wurde positiv auf FIV getestet. Somit blieb uns keine andere Wahl als ihn erlösen zu lassen. Wir sind sehr traurig, dass wir nicht allen vier Katern helfen konnten, sehen Micky und sein Schickal aber als Botschaft an die uneinsichtigen Hof-und Katzenbesitzer, die mit einer einfachen Kastration so unendlich viel Leid verhindern könnten!

Unvorstellbar welche Schmerzen der arme Micky aushalten musste! Und das nur weil man nicht bereit war ihn kastrieren zu lassen und ihm damit blutigen Streit mit Artgenossen und die tödliche Krankheit zu ersparen...
Kater Baghira noch etwas müde nach der überstandenen Kastration.

Fall 1 - MÜHLENBACH

 

Januar 2014

 

Nicht immer haben wir es so einfach wie in diesem Fall in Mühlenbach. Die Bauernfamilie war schnell überzeugt mit unserer finanziellen Unterstützung sowie der Mithilfe einer weiteren Privatperson, alle Hofkatzen (3 Kater, 2 Kätzinnen) kastrieren zu lassen und somit keinen weiteren, unnötigen Nachwuchs zu produzieren bzw. die Ansteckungsgefahr der Tiere zu reduzieren. Da die Tiere bisher gut versorgt wurden, war das einfangen und kastrieren zum Glück kein Problem.

Kätzin Mia ist noch schläfrig von der Operation.

Die Kätzinnen werden nicht mehr bedrängt bzw. locken durch ihre Rolligkeit fremde Kater auf den Hof, die dann die vorhandenen Tiere angreifen und schlimmstenfalls mit FIV oder Leukose infizieren.

 

Kastrierte Kater kämpfen nicht so heftig und massiv wie ihre unkastrierten Artgenossen und die Gefahr einer Bissverletzung und somit einer Infektion sinkt rapide, zumal die Tiere sich auch nicht so weit von ihrer Futterstelle entfernen, wie die fortpflanzungsfähigen Kater auf der Suche nach rolligen Kätzinnen.

Auch Kater Findus ist nun kastriert.

Mit unserer Hilfe sind nun die drei Kater kastriert worden, die Kastrationen der beiden Kätzinnen trugen die Hofbesitzer selbst bzw. wurden von einer Privatperson bezahlt. So können die fünf Tiere auf dem Hof bleiben, vermehren sich nicht mehr jedes Jahr bis zu zwei Mal und bleiben hoffentlich lange gesund und munter!

Wenn wir immer so schnell und unkompliziert helfen könnten, wäre das schön! Gerne unterstützen wir eine Kastrationsaktion mit finanziellen Mitteln, helfen beim Einfangen der Tiere und übernehmen auch mal eine Transportfahrt zum Tierarzt! Melden Sie sich einfach bei uns: Kontakt.

 

Wir danken allen Beteiligten der veschiedenen Aktionen und hoffen, dass die Kater und Kätzinnen nun ein zufriedenes, ruhiges Katzenleben führen können ohne Kämpfe und
belastende Trächtigkeiten!

 

Das Animal-Sos-Team